Die lieben Kinder
Heute Morgen hat Ministerin von der Leyen bei MDR Figaro eine Art Interview gegeben. Neben den normalen Floskeln, die man aus den zahlreichen Youtubevideos oder anderen Dokumenten schon kennt und normal interessant sind, wurde ich durch Jörg auf eine Stelle aufmerksam gemacht, bei der ich erst einmal Schlucken musste:
Es ging um die Fragestellung der letzten guten Tat. Otto-Normal-Bürger würde hier vielleicht an den Euro denken, den er in den Klingelbeutel der Stadtkirche geworfen hat oder dem alten Mann, den man über die Straße geholfen hat etc. Nicht aber hier: Das Kind einer Mitarbeiterin hat geweint, weil die Mutti in eine Besprechung musste. (Cool, dass es ausreichend Kindergartenplätze und andere Möglichkeiten gibt…). Kurzerhand wurde beschlossen, die Fünfjährige mit in die Besprechung zu nehmen. Soweit okay — wäre da nicht der Fakt dass es in dieser Besprechung just um das Thema Internetzensur und Zugangserschwerungsgesetz ging. Natürlich wurde nicht über den Missbrauch von Kindern geredet…
Ich kenne eigentlich nur eine Möglichkeit wie so etwas funktionieren kann: Es geht beim Zugangserschwerungsgesetz gar nicht um die Beseitigung von dokumentierten Kindesmissbrauchs sondern…. Ach, nein, das ist zu abwegig.
Alle fünf meiner zwei Daumen hoch Frau Ministerin.
Unbedingt mal rein hören und selbst ein Urteil bilden. Textpassage ist ungefähr im letzten Drittel zu finden.
P.S. Mich würde ein kurzer Realitätsabgleich interessieren, wie dieses Meeting wirklich gelaufen ist. Weiß jemand mehr?


[...] #Zensursula nimmt Kinder mit in Besprechungen zum Kinderporno-Gesetz. http://ereignisblick.de/blog/index.php/2009/08/die-lieben-kinder/ [...]