Ich möchte nicht auch noch umständlich auf das SWIFT-Abkommen eingehen. Es sollte inzwischen fast jedem klar sein, dass wir hier Daten ohne wirklichen Grund in die USA verschiffen, ohne eine wirkliche Gegenleistung zu bekommen. Aber ich möchte explizit auf das Blog von Andreas verlinken, der es doch recht gut zusammenfasst. Guckst Du hier.
Update: Und es scheint, als ob das Abkommen ratifiziert wurde
Update II: fefe findet wie immer recht deutliche Worte für.

Es ist wieder soweit. Überall werden die Stände aufgebaut und die Bauten geschmückt und beim Preisbock gibt es Weihnachtszubehör — Endlich wieder Weihnachtszeit. Die schönste Zeit im Jahr. Endlich wieder …
… sich billigen Rotwein, dessen Petroleum Geschmack mit einem Sack künstlicher Aromen überdeckt wurde, rein kippen Leckeren Glühwein genießen
- … Untermalung aller Szenen mit erheiternde Musik wie “Last Christmas” — einfach überall.
- …
eine Werbefigur anhimmeln den Weihnachtsmann für die kleinen
- … mit dem Weihnachtsbaum einen alten Germanischen Brauch folgen, etwas lebendiges in die winterliche Hütte holen

heise.de berichtet darüber, dass die Entwickler hinter Ubuntu entschieden haben, GIMP aus der Standardinstallation beziehungsweise von der dazugehörigen LiveCD von Ubunutu 10.4 zu entfernen.
Man kann zur Praxistauglichkeit von GIMP verschiedene Meinungen haben. Aber die Begründung erinnert mich an eine Fehde, die es zwischen GNOME und Linus zurück in 2005 gegeben hat, als es darum ging, wie komplex eine UI sein soll und wie viele Optionen man dem Endanwender anbieten sollte oder besser verstecken sollte. Damals wie heute war die Begründung: Komplexität.
Aber zurück zur GIMP-Diskussion: Den Entwicklern zu Folge, soll GIMP zu kompliziert für den Endanwender sein, der damit einfach nur seine Fotos bearbeiten möchte. Auch wollen sie den Platz, den GIMP einnimmt für wichtigere Sachen nutzen. So schlagen sie als Alternative F-Spot vor. Ich kenne F-Spot nicht, aber für alles was ich mit meinen Fotos machen wollte, hatte GIMP bisher schon den richtigen Filter zur Verfügung, die schnell und einfach zu finden waren. Für alles weitere war GIMP genau der richtige Werkzeugkasten, um schnell mal einen Button zu zeichnen oder zwei digitale Pinzelstriche neben einander zu setzen. Na klar ist GIMP nicht Photoshop, aber darum geht es auch nicht bei diesem Anwendungsbereich. Aber schon bei diesen Funktionen, muss F-Spot nachdem was ich über die den Funktionsumfang gelesen habe, sehr schnell Kapitulieren. Die Zielgruppe ist dort einfach eine andere.
Ich kann es also nicht nachvollziehen, wieso diese Entscheidung getroffen wurde. Sollte ich eine 10.4 irgendwo installieren, wird wohl dann ein weiterer Schritt für mich hinzu gekommen sein:
sudo apt-get remove f-spot
sudo apt-get install gimp
Zumindest für mich würde dies das Problem lösen -- Aber anderen wird es wohl ähnlich gehen.
Aber so komme nicht ohnehin, den letzten Abschnitt aus dem heise-Artikel zu zitieren, da ich ihn vollständig unterstützen kann:
Um Platz zu schaffen, hätten die Entwickler sich auch entscheiden können, das noch immer umstrittene Mono , F-Spot und Tomboy aus der Standardinstallation zu entfernen. Diese drei Pakete hätten wahrscheinlich weniger Anwender vermisst als Gimp.
Update: Und es gibt eine Unterschriftensammlung für GIMP ...
