Mehr Überwachung in Bus und Bahn
Mal wieder wird der Wunsch nach noch mehr Überwachung in Bus und Bahn laut. Diesmal artikuliert unter anderem in einem Artikel auf heise.de
Forderungen nach mehr Videoüberwachung für Sicherheit in Bus und Bahn
und
Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) will darum die Verkehrsverbünde bereits im Vergabeverfahren zu einer stärkeren Videoüberwachungen verpflichten. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) setzt daneben auf andere Erfahrungen: Polizisten in Uniform, die in seinem Land kostenlos die Bahn benutzen dürfen, seien bereits in rund 1000 Fällen eingeschritten. “Wir wollen darum, dass die Polizisten in ganz Deutschland die Bahn und den öffentlichen Nahverkehr kostenlos nutzen können”, sagte Herrmann. “Allein die Uniform schreckt ab – und natürlich greifen die Beamten im Ernstfall auch ein.”
Wieso kommt eigentlich niemand auf die Idee, in Deutschland wie in anderen Ländern sehr erfolgreich praktiziert, endlich wieder Mitarbeiten in den Zügen und Bussen mitfahren zu lassen, die im Zweifelsfall dem Gast zusätzlich mit Rat und Tat zur Seite stehen würden. Ich kenne das aus den Straßenbahnen von Riga, den Bussen von Ostrava oder der U-Bahn in Toronto und fand es jedes Mal toll.
Eine Kamera hilft nicht, wenn ein Fahrgast während der Fahrt belästigt oder angegriffen wird und ‘Verbrecher’, fängt sie auch nicht. Es sorgt nur für weitere Daten, die missbraucht werden und Kosten ohne direkten Mehrnutzen … die am Ende wieder bei den Fahrgästen abgeladen werden.

