Archive for Februar, 2010

USA setzen auf gezielte Tötung

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Die US-Geheimdienste setzen unter der Obama-Regierung im Anti-Terrorkampf verstärkt auf gezielte Tötungen vom Terroristen

Kein Gerichtsverfahren. Keine Rechtsstaatlichkeit. Friedensnobelpreis? My Ass.

In Nürnberg haben Sie Leute wegen solche Dinge vor 60 Jahren gehängt (entschuldigt, dass ich Godwin’s law im OP schon zutreffen lasse) und hier gibt es wahrscheinlich noch Order, aber zumindest wunde Schultern vom Klopfen.

(via klamm.de/dpa)

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Nicht mehr katholisch wegen schwulem Bruder

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Ich muss ja irgendwie zugeben, in meinem Blog geht es diese Woche recht queer zu, aber trotz der aufgeklärten Gesellschaft, in der wir heute alle glauben zu leben, musste ich diese Woche die Hände ein paar Mal verschränken. Nicht zum Gebet, sondern, zum Facepalm. Hier ist ein weiterer Fall von WTF:

Anne grew up wanting to become a nun but shunned Catholicism when she learned her older brother, Michael, was gay.

(via usatoday.com)

In dem Bericht ging es um Anne Hathaway, von der ich keine Ahnung habe, wer sie ist, aber wohl, glaubt man den Relevanzkriterien der Wikipedia recht berühmt ist. Auch hat sie bei Brokeback Mountain mitgespielt. Leider konnte ich keine Information dazu finden, wann Sie den Entschluss gefasst. Da sie aber auf Grund der oben erwähnten Rolle spätestens mit der Thematik bekannt gewesen sein sollte, hoffe ich mal nicht, dass sie den Entschluss erst jetzt gefasst hat.

Wie auch immer: Dazu fallen mir nur diese Zeilen ein, ironischerweise auch von einem kirchlichen, nämlich Martin Niemöller verfasst:

Sie kamen zuerst und holten die Kommunisten, und ich sagte nichts, weil ich kein Kommunist war.

Dann kamen sie und holten die Sozialisten, und ich sagte nichts, weil kein Sozialist war.

Dann holten sie die Gewerkschafter, und ich sagte nichts, weil ich kein Gewerkschafter war.

Dann holten sie die Juden, und ich sagte nichts, weil ich kein Jude war.

Dann holten sie mich, und es war keiner mehr da, um etwas zu sagen.

Wieso fällt es den Fanbots der Kirchen erst immer auf, was für ein intoleranter und menschenverachtender Verein diese ‘Kirche’ per Definition durch Ihre Statuten (aka die Bibel) eigentlich ist, wenn sie davon mehr oder weniger direkt betroffen sind? Wieso möchte man überhaupt Nonne werden, ohne die Lehren verstanden zu haben, durch die man sich an ein Leben hinter Klostermauern und im Zölibat einlässt? Möchte es aber nicht auf die Religiösen eingrenzen. Es trifft genauso anderen Menschengruppen. Vielleicht, ist es auch einfach etwas menschliches: Sobald man von etwas nicht direkt betroffen sieht, sinkt das Interesse gewaltig.

Update: Sie ist zumindest aus der Kirche ausgetreten mit Ihrer Familie. Wenigstens konsequent — Pluspunkt von mir dafür.

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Einen schönen »I love Free Software«-Tag

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Für alle, die freie Software nutzen und mit dem Valentinstag aus welchen Gründen auch immer nicht besonders viel anfangen zu wissen:


I love free software day banner

Denkt einfach auch mal an die Leute hinter der Software, die ihr täglich nutzt Diese freuen sich auch über ein bisschen Zuwendung an den anderen Tagen im Jahr …

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Alkohol bei der Bundeswehr — Nie und nimmer

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Der Bundestags-Wehrbeauftragte Reinhold Robbe fürchtet ein Alkoholproblem in Teilen der Bundeswehr. Dies müsse entschieden bekämpft werden.

via klamm.de/dpa

Wie? Und ich dachte immer, Spiele wie Spindsaufen oder Raupe wären dazu gedacht, die Wehrfähigkeit der Helden in grün auch in Extremsituationen sicher zu stellen. Immerhin kommt es im Kampfeinsatz täglich vor, dass man bekleidet mit einem Schlafsack total sturz betrunken wehrbereit durch das Treppenhaus robben muss, um die Terroristen davon abzuhalten, die Kollegen beim auf dem Schrank sitzen und Bier trinken zu stören, so dass jemand absteigen muss und dann verloren hat.

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Notiz an die Majorlabels der Musikindustrie

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Nachdem ich mal wieder sehr seltsame Äußerungen bei z.B. gulli.de gelesen habe, wie die Musikindustrie sich die Vermarktung der Musik in Zukunft vorstellt, muss ich einfach nochmal kurz was dazu sagen:

Liebe Musikindustrie,

Ich habe im letzten Jahr mehr Geld für Musik-CD ausgegeben auf Grund für Bands , die ich bei last.fm & Co erst kennen lernte, als ich in den fünf Jahren davon insgesamt für Musik ausgegeben habe. Seltsamerweise geht es fast allen meinen Bekannten, die solche Dienste nutzen so.

Vielen Dank für Eure Eure Ignoranz.

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Lehrer zu 110%

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Das nenne ich einmal vollen emotionalen Einsatz für die Bildung:

Ein 48-jähriger Grundschullehrer hat im US-Staat Tennessee seine Vorgesetzten mit Schüssen verletzt. Er war anscheinend nicht erfreut darüber, dass die Schüler wegen der starken Schneefälle nach Hause geschickt wurden.

(via 20min.ch)

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Eingetragene Lebensgemeinschat auch für Heteros?

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Nachdem ich gestern auf eine kleine Unstimmigkeit in Kalifornien hingewiesen habe, habe ich heute etwas aus Österreich in die “andere” Richtung.

Nachdem dort die eingetragene Lebensgemeinschaft für homosexuelle Paare erlaubt wurde, fordern nun wohl auch eine heterosexuelles Pärchen das gleiche Recht. (via diePresse.com)

Tja, ist es nicht vollkommen egal, mit wem man zusammen sein möchte und wer die Vertrauensperson ist? Und wieso schreibt der Staat vor, ob man treu sein soll?

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SWIFT im EU-Parlament — CDU stimmt dafür?

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Morgen gibt es im Europaparlament eine Abstimmung zu den SWIFT-Verträgen, die es erlauben, Daten aus dem innereuropäischen Zahlungsverkehr in die USA zu versenden – offiziell dann jetzt. Bei Reuters kann man lesen, dass die CDU-Abeordneten evtl. dafür stimmen wollen.

Wir wollen nicht in der Neinsager-Ecke stehen. Wenn jetzt Bewegung in die Sache kommt, kann die Zustimmung erfolgen

Auch wenn es schon recht spät ist: Bitte kontaktiert Euren Europaabgeordneten (von der CDU) und weist ihn darauf hin, was das für eine unglückliche Idee ist.

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In jedem Krieg das Gleiche

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Geheime Nato-Unterlagen belegen: Spezial-Einheiten in Afghanistan benutzen Todeslisten im Kampf gegen die Taliban, um deren Kommandeure auf hoher und mittlerer Ebene aufzuspüren, gefangen zu nehmen oder gezielt zu töten.

vai bild.de

Egal ob Wehrmacht, Marines, Rote Armee. In jedem Krieg wird überall das Gleiche gemacht.

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Verfassungsgerichtsurteil zu den HartzIV-Reformen

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Wollte eigentlich nichts dazu schreiben, da ich der Meinung bin, eine Unterstützung vom Staat — also von uns allen — für Menschen, denen es aus welchen Gründen auch immer, nicht richtig gut geht, sollte auch dazu reichen, dass man sich Bücher kaufen und die Plagen zum Sport schicken kann. Dabei kann und sollte es sogar definitiv auf die wirklichen Bedürfnisse angepasst werden.

Aber, was sich im Nachspiel des gestrigen BVG-Urteils so abspielt, zieht mir die Schuhe aus: Ich nehme einmal als Basis für die Zitate den SpOn, habe es aber u.a. auch im MoMa heute morgen ähnlich so gesehen:

Kritik kam von Innenminister Thomas de Maizière (CDU). “Das Urteil zeigt eine problematische Tendenz hin zu einer übertriebenen Einzelfallbetrachtung statt zu einer vernünftigen Pauschalierung”, sagte de Maizière der Mittwochsausgabe der “Bild”-Zeitung.

sowie

Das Bundesverfassungsgericht habe nicht gesagt, dass die Sätze zu niedrig seien, sagte Weiß, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe in der Unions-Bundestagsfraktion: “Eine Reform sollte aus meiner Sicht zu niedrigeren Regelsätzen führen.”

Ein Glück, dass sich Menschlichkeit dadurch auszeichnet, dass der Mensch, das Individuum, im Mittelpunkt steht. Wer hat dich gleich nochmal gewählt?

P.S. An alle Leser aus NRW und die, die sich einbringen wollen: Am 9. Mai sind Wahlen in NRW. Wäre doch schade, wenn man sich dort nicht veralbern lassen würde…..

Update: Fairer Weise sollte man noch die Bundesmutti a.D., Zensursula und jetzige Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen erwähnen:

[...] hat Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Reform verteidigt. Die Ziele seien im Grunde richtig gewesen, sagte sie am am Mittwoch im Deutschlandradio Kultur. Allerdings sei vieles “hastig, schlampig und im Detail nicht sehr fair und gerecht gemacht” worden. Das werde die Regierung nun korrigieren.

Sie scheint sich auch erneut für die Ermöglichung von Bildung per Gutschein etc. ausgesprochen zu haben (via stern.de). Danke an gb für den Hinweis.

Schöne Reden hin und her: In einem Land, in denen Bibliotheken, Theater, Schulen u.s.w. wegen ‘Geldmangel’ geschlossen werden; es schwer möglich ist, für die Schulkinder Obst zu besorgen oder allgemein ein vernünftiges Mittag an zu bieten. Lieber Geld an Eltern gezahlt wird, als ein paar Kindengartenplätze zu schaffen … bin ich leider wenig optimistisch, das sich eine solche Idee durchsetzen wird. Wirklich Schade eigentlich. Denn egal, wie man zu Ursula steht: Die Sachleistungen sind eine gute Idee, Schulspeisung, Sport oder Schulobst ist einfach notwendig.

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