Archive for März, 2010

Godwins law?

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Fällt das eigentlich auch unter Godwin’s Law?

Die Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin und der Parlamentarische Geschäftsführer der Bundestagsfraktion, Jörg van Essen, beschuldigen SPD-Politiker, Vorbehalte gegen Homosexuelle zu schüren, wenn sie über die Motive der Mronz-Mitreise mutmaßen. Das scheint auch Westerwelles Sicht der Dinge zu sein, zumindest widerspricht er seinen Parteikollegen nicht.

(via Süddeutsche Zeitung)

(Es geht hier im die Mitreise des Freundes unseres Außenministers bei dessen Dienstreisen für geschäftliche Aktivitäten)

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Raubmordkopierer lassen Menschen in Haiti sterben

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So oder so ähnlich würde ich die PM der RIAA zusammenfassen, über die u.a. via gulli.com berichtet wird. Konkret geht es um einen Spendensong (HU?) für Haiti:

Das Album ist jetzt auf diversen illegalen BitTorrent-Seiten wie The Pirate Bay, Torrents und viele mehr weitgehend verfügbar. Dieses Posting beleuchtet eine wahrlich ekelerregende Seite von P2P-Piraterie – die Verminderung der wohltätigen Spendensammlung durch Online-Diebstahl der ‘Hope for Haiti Now’ Compilation.

Wenn ich was für Haiti spenden will, mache ich das direkt, nicht über den Proxy der Musikindustrie. Aber hey, zumindest scheint es als ob die Downloadzahlen verschwindend gering sind …

Update: Viel schlimmer als das möglicherweise illegale kopieren von sehr wahrscheinlich zweitklassiger Musik ist, dass sich die RIAA nicht scheut, Katastrophen für ihren Feldzug gegen die wegschwimmenden Felle zu nutzen.

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Bedauerlicher Einzelfall

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Im Ettaler Missbrauchskandal werden immer mehr skandalöse Details bekannt. Es geht um Fotos von halbnackten Klosterschülern auf Homosexuellen-Seiten. Hinzu kommen Berichte über systematische Prügel.

(via focus.de)

Aber ich weiß schon: Ein bedauerlicher Einzelfall in der Vergangenheit. Wieso kann hier nicht endlich jemand mal nach § 129[a] StGB ermitteln?

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Zurück zur D-Mark?

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Ich habe keine Idee, wie wahrheitsgetreu diese Meldung der welt ist, aber:

Eine finanzielle Unterstützung der Griechen könnte Deutschland in eine Verfassungskrise stürzen: Sie verletzt die Vereinbarkeit von Grundgesetz und Maastricht-Vertrag. Die Folge: Das Verfassungsgericht könnte die Euro-Mitgliedschaft der Bundesrepublik beenden. Der Weg für eine Rückkehr der D-Mark wäre offen.

Ich muss kein Hellseher sein um sagen zu können: Das wird noch spannend ….

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Mit dem Zweiten sieht man weniger

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Als ich gestern Abend Lanz gesehen habe, hatte ich mich kurzzeitig gefragt, wieso Bosbach am Schluss auf einmal von Tiefschlägen gegenüber padaluun redet und schon an mir gezweifelt, ob ich zwischen durch eingeschlafen war. GB hat es offensichtlich auch gestört … Mal sehen, ob er noch etwas zu Tage fördert. Die herausgeschnittenen Szenen würden mich auch interessieren.

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Jörg Tauss muss am 18. Mai vor Gericht

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Nach monatelangen Ermittlungen muss Jörg am 18. Mai nun vor Gericht zur Entscheidung der Schuldfrage. So weit der Fakt: Die Medienberichterstattung ist mal wieder unparteiisch und von keinerlei Vorverurteilungen gespickt.

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Grüne und Linke wollen ‘Elena’ stoppen

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Laut einem Bericht auf finanzen.net wollen sich die Grünen und die Linke als Parteien dafür einsetzen, dass ELENA wieder abgeschaltet wird. Mal abgesehen davon, dass die Piraten dazu schon vor einigen Wochen eindeutige Stellung bezogen haben, frage ich mich, wieso es eigentlich scheint, dass immer erst darüber nachgedacht wird, welche negativen Folgen die Nutzung von EDV hat, wenn das Kind schon im Brunnen schwer verkühlt ist und sich die Bevölkerung (lautstark) zu Wort gemeldet hat.

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Automatisches Signieren per S/MIME

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Cebit-Zeit ist immer eine ganz schlimme Zeit in Bezug auf dünne Inhalte, mit ein wenig Marketing-Stereoiden zu so etwas wie eine Neuigkeit aufgeblasen. Etwas hat mich aber dennoch gefraut:

Das Beratungsunternehmen Itomig hat für die Stadt Böblingen einen S/MIME-SMTP-Proxy entwickelt, der Unternehmens-E-Mails zentral und vollautomatisch signiert.

(via golem.de)

Seit langem gibt es die ein oder andere kommerzielle Implementierung, aber diese hier ist eine Implementierung, die einigermaßen frei im sinne von Freiheit ist, so dass endlich Unternehmen keinen Grund mehr haben, Mails nicht digital zu signieren.

Klasse wäre es, wenn es jetzt noch PGP/MIME zum signieren und Verschlüsseln, vielleicht mit Datenquelle per LDAP unterstützen würde….

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Killerspiele “abartig und gefährlich”

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“OH MEIN GOTT, es war schrecklich! Immer und immer wieder hat das Killerspiel auf den armen Mann eingeschlagen und dann hat es seinen Controller gezogen und ihm einfach ins Gesicht …. mit dem Nunchuk! Es war einfach nur grausam….”

So oder so stelle ich mir die Gedanken der Politiker vor, wenn ich solche Dinge lese:

Killerspiele halte ich für abartig und gefährlich. Da sollten wir mit einem Verbot ernst machen

(Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech via u.a. gulli.com)

Ein Verbot von Waffen, C[D|S]U oder der Kirche kommt aber natürlich nicht in Frage, weil $ausrede1, $ausrede2, $ausrede3.

Computerspiele sind wie andere Spiele — Kartenspiele, Brettspiele, Liebesspiele — vor allem zwei Dinge: Unterhaltung und Kunst. Der Schöpfer möchte eine Botschaft übermitteln, die er manchmal mehr, manchmal weniger gekonnt verpackt oder die von ehr geringer, gesellschaftlicher Bedeutung ist.

Was nun aber der Rezipient daraus macht, d.h. zum Beispiel wie er darauf reagiert, liegt dem Werke an sich nicht inne. Einen zwingenden, kausalen Zusammenhang gibt es nicht. Wenn es aber am Empfänger liegt, wie er dieses Medium konsumiert und die Erfahrungen daraus verarbeitet, übernimmt die Diskussion über “Killerspiele” und die darin immer wieder auftauchende Zensur durch den Staat eine Interpretation, gar bisweilen eine Bevormundung, für den mündigen Bürger, der sehr wohl entscheiden soll und kann, was und wie er konsumiert und was nicht.

Natürlich gibt es, wie überall, grenzwertige Auslegungen der Thematik. Sollte man diese aber nicht zur Anregung einer Debatte nutzen, anstatt sie zu verleugnen? Anstatt weg zu sehen oder ausblenden? Das Problem der amoklaufenden, sich vom Leben betrogen fühlenden Jugendlichen, durch wegsehen und Untätigkeit ausgelöst, kann man nicht durch die gleichen Muster lösen.

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Entscheidung zur Mitstörerhaftung beim BGH

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Am 18. März 2010 wird der BGH auf höchster Instanz zu einer Frage der Mitstörerhaftung entscheiden. Anlass war das nicht autorisierte zur Verfügung stellen eines urheberrechtlich geschützten Musikstückes über ein nicht ausreichend gesichertes WLAN.

Auch wenn es nicht die von uns Freifunkern immer wieder geforderte Rechtssicherheit herbei bringen wird, wird dieses Urteil sehr wahrscheinlich eine Richtung für zukünftige Urteile bei anderen Gerichten geben. Lasst uns das Beste hoffen.

Update: Freifunker bundesweit unterstützen diesen Prozess auf Grund der fundamentalen Bedeutung für das freie Funken. Informationen dazu gibt es zum Beispiel auf unseren Seite aus Jena -> hier

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