Der erste Schuss ist immer kostenlos

Es ist nichts Neues, dass Microsoft dieses Wissen um die Bindung von ‘Kunden’ anwendet. Nun gehen sie aber einen Schritt weiter und wollen, wie gulli.com das Thema noch einmal aufrollt und darüber berichtet, eine abgespeckte Version von Office auf rund 80% aller neu verkauften PC mitliefern. Ziel: Stärkere Bindung der Kunden an das Produkt und die Konkurrenz von OpenOffice & Co wieder weg vom Markt drängen. Immerhin ist es dann ja auch kostenlos … also kostenlos im Sinne von ohne Geld. Freiheit ist schließlich etwas, dass man nicht mit Geld aufwiegen kann.

Leider befürchte ich, dass für die meisten Nutzer der Unterschied zwischen kostenloser Software und freier Software nicht klar wird und sie sich von dem ‘Angebot’ beeindrucken lassen, das heißt das vorinstallierte Office ohne Hinterfragen nutzen und evtl. die ‘Vollversion’ für ihr hart erarbeitetes Geld erwerben, nachdem sie sich daran gewöhnt haben und in die Arme der Abhängigkeit getrieben wurden.

Da Software Wissen ist und Wissen der Gesellschaft gehören sollte, sicher nicht nur ein Schritt der durch die Wettbewerbshüter genau geprüft werden muss — immerhin liegt hier der Verdacht nahe, dass mit einem Monopol im Bereich der vorinstallierten Betriebsysteme, eine Cashcow des Konzerns geschützt werden soll — sondern ist dieses Verhalten auch gesellschaftlich bedenklich.

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