Heute war es einmal wieder soweit: Ich musste die Footersignatur meiner geschäftlichen Emails ändern, weil sich wieder einmal eine Kleinigkeit geändert hat.
Nun stehen neben meinem Namen und Email, einer Reihe von Telefonnummern/Faxnummern, der Adresse des Büros, den verpflichtenden (wieso auch immer) Handelsregisterangaben auch noch eine Reihe von Links zu Facebook & Co in jeder meiner Mails. Aufsummiert ergibt das aktuell stattliche 14 Zeilen Signatur und ich habe da noch nicht den üblichen Zusatz dazu gerechnet, der von Exchange gerne noch hinzugefügt wird. Auch wenn es natürlich gegen jede Netiquette verstößt, kann man dies entschuldigen, da im geschäftlichen Umfeld nicht nur Nerds und Geeks unterwegs sind und genau diese Informationen gerne in einem Emailfooter gesehen wird — sagte man mir auf jeden Fall.
Glücklicherweise gab es eine Vorlage, wie der neue Footer aussehen soll. Also schnell kopiert und in das passenden Feld bei Microsoft Ausblick eingetragen. Dann hat der Spaß aber begonnen: In der Vorlage war ein Teil des Textes gelb hinterlegt, um auf Veränderungen hin zu weisen. Leider unterstützt der Dialog meines Outlook an dieser Stelle die Änderung der Hintergrundfarbe nicht. Auch war ein Link für die Emailadresse hinterlegt, der natürlich auf den Vorlagenschreiber verwies. Auch hier zeigte es sich als kleine Herausforderung, im Signaturendialog das Linkziel zu ändern. Man möchte ja schließlich, dass mit einem Klick auch eine Mail an den richtigen Empfänger (in dem Fall: mich) geht. Die Lösung bestand schlussendlich darin, den Schnipsel in $Textverarbeitung zu öffnen und die Sachen dort zu ändern. Nun ja, dafür ist sie jetzt wieder aktuell und weiter schön bunt ….
Update: vi ~/.signature und fertig funktioniert ja leider nicht
Heute habe ich einmal wieder etwas abgefahrenes aus der Welt von Outlook & Co gesehen: Inhalte von Emails per passwortgeschütztes PDF versenden. Glaubt Ihr nicht, doch, doch. Ich kopiere einfach mal die Demo von Youtube rein:
Viellicht sollte einfach mal jemand Microsoft den Tipp geben, dass S/MIME bzw PGP/MIME in einer funktionierendes Art einzubauen eine coooooole Idee wäre… wobei, dann hätte ich gerade nicht so köstlich gelacht (:
Wir erinnern uns sicher noch an die WM 2006, während dessen bei der Euphorie die ein oder andere nicht ganz so schöne Sache von den Parlamenten beschlossen wird. Nun, dieses Jahr ist wieder WM und wieder werden negative Gesetze diskutiert und beschlossen. Allein, schon vor der WM? Moment? Irgendwas ist das verkehrt! Wenn das nicht mal ein schlechtes Omen für die deutsche Mannschaft in Südafrika ist, wenn schon die Voreuphorie ausgenutzt werden muss, anstatt auf die WM zu warten. Ob sich wohl auf ein Ausscheiden im Viertelfinale zu wetten lohnt? Immerhin scheint jemand etwas besser informiert zu sein ….
Update: Vielleicht ist es ja Zufall, aber es schien so, als ob die Bestrebungen mit der Verletzung von Ballack sich verstärkt haben….
Nachdem ich schon dachte, die Entwicklung von moderncv, einer LaTeX-Dokumentenklasse zum Erstellen von Lebensläufen, sei eingeschlafen, wurde vor einigen Tagen eine neue Version veröffentlicht, die nun auch Listenumgebungen innerhalb des Lebenslaufes unterstützt. Die Beispiele machen schon einmal einen sehr guten Eindruck. Das Paket gibt es natürlich bei der CTAN zum Herunterladen.
Vor einiger Zeit habe ich schon einmal ein kleines HowTo dazu geschrieben, dass ich mit Version 0.9 nun einmal aktualisieren werde.
heise.de berichtet gestern über die Einrichtung einer Datenbank, in der signifikant viele Daten über potentielle Gewalttäter im Voraus gesammelt werden. Mal the Best-of der Punkte, die heise erwähnt:
Paragraph 2 umreißt “weitere” Daten, die unter anderem auch von Verdächtigen gesammelt werden könnten. Dazu gehören etwa Angaben zu Kenntnissen und Fähigkeiten wie im Umgang mit Waffen, zu verwendeten Kommunikationsmitteln samt IP-Adresse und Diensteanbieter oder zu Fahrzeugen und anderen Verkehrsmitteln. Ferner werden Informationen zu Konten, Finanztransaktionen, Betäubungsmitteln oder zur Religionszugehörigkeit zur Terrorismusbekämpfung angeführt. Ein Eintrag in der DNA-Analyse-Datei oder der Status einer Person nach polizeilichen Definitionen wie “Gefährder” oder “relevante Person” sind ebenfalls eingeschlosse
oder
Konkret benennt die Verordnung in Paragraph 1 eine weite Palette an personenbezogenen Daten von Beschuldigten und “anderen zur Identifizierung geeigneten Merkmalen”, die erfasst werden dürfen. Sie reicht von Namen einschließlich Spitznamen und Alias-Personalien über den Familienstand, das Geburtsdatum, den Geburtsort oder die Volkszugehörigkeit bis hin zu Lichtbildern, Personenbeschreibungen nebst Merkmalen wie äußerer Erscheinung, besonderen körperlichen Merkmalen, Stimm- und Sprachmerkmalen oder Identitätsdokumenten.
Bitte was? WTF? Kein Wunder, dass hier soviel über die Stasi gemeckert wird. Das ist ja schon fast Stasi 3.0.
Die Ölpest wird wohl nicht auf den Golf von Mexiko beschränkt bleiben: Computersimulationen zufolge treibt der Teppich in den Atlantik. Auch der Ostküste der USA droht ein Desaster – von dort driftet das Öl Richtung Europa.
Bei Chip.de habe ich gerade gesehen, wie das Problem der, sagen wir mal, zu viel im Vorrat gesammelten Daten aus den Google Streetview Autos gelöst werden soll. Geht man vom vernünftigen Menschenverstand aus, würde man die Festplatten mit den Daten schnellstmöglich sicher löschen — Im Idealfall natürlich wäre dies schon längst geschehen. Hier soll aber ein anderer Weg, fast schon revolutionärer Weg gegangen werden:
Die laut Google versehentlich gesammelten privaten Informationen aus WLAN-Netzwerken sollen an die europäischen Datenschützer weitergegeben werden.
Wir schützen die Daten, in dem wir sie wild durch die Gegend kopieren und möglichst vielen Zugriff darauf gestatten M(
Auch wenn dies ab und an sehr gut ist (z.B. bei ‘geheimen’ Abkommen zwischen Staat — also dem Volk — und privaten Unternehmen die über Wikileaks zugänglich gemacht werden), ist es hier wohl nicht zwingend der optimale Ansatz. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass irgendwas hier verkehrt läuft: Nicht nur Frau Aigner basht gegen facebook und Google Streetview gegenüber der Presse, aber im Hintergrund bedient sich der Staat bei unrechtmäßig erworbenen Daten. Das erinnert mich an eine gewisse Steuersünder-CD vom Beginn des Jahres und sorgt für das ein oder andere Fragezeichen in meinen Augen und dem Geruch von Doppelmoral in der Nase, denn im Grunde ist es nichts anderes als das Outsourcen der Datenkrakerei bei womöglicher Auflockerung des Verwertungsverbotes von unrechtmäßig erworbenen Indizien.
Update: Vielleicht noch ein Kommentar zu der ganzen WLAN-Geschichte an sich: Wer ein WLAN betreibt muss sich immer bewusst sein, dass er damit sich auf den Marktplatz stellt und mit einem Megaphone Sachen ausruft und dabei jeden Satz mit (s)einem Namen beginnt.
Wenn es ein verschlüsseltes WLAN ist, dann ist es nichts anderes, als wenn man durch das Megaphone ‘verschlüsselt’, also zum Beispiel in einen altgriechischen Dialekt spricht und hofft, dass nur derjenige es versteht, der es verstehen soll. Dabei bleibt die Sache aber eines: Kommunikation in einem öffentlichen Raum bei der jeder mithören kann, der in einem Cafe sitzt oder durch Zufall vorbei kommt — Vielleicht nicht unbedingt anständig, aber nicht verboten.
FLOSS hat den großen Vorteil, dass es oftmals auf mehr Plattformen als nur Windows oder MacOS läuft und zumindest jeder daran Interessierte daran mitarbeiten kann, dass dem so ist.
So auch Midori, ein leicht gewichtiger Browser basierend auf WebKit. — dem geneigten Leser wird er ja schon bekannt sein –
Seit ein paar Wochen gibt es nun auch aktuelle Windows-Builds, die hier sehr gut ihre Dienste versehen. Die passende Setup.exe für Windows gibt es auf der Homepage.
Nach IT-Angriffen in China hat Google die Abkehr vom Betriebssystem Windows beschleunigt. Die Microsoft-Software soll auf produktiven Systemen im Unternehmen nur noch mit Sondergenehmigung vom IT-Chef laufen.
Anstatt Windows, wird nun MacOS, Linux oder Chrome OS (also eigentlich auch Linux) eingesetzt.
Manchmal könnte man tatsächlich neidisch werden, da es da draußen immer noch Firmen gibt, die Windows zwingend vorschreiben und bei denen Outlook und MS Office als produktive Tools des Prädikates “unschlagbar” angesehen werden und gute Alternativen komplett außen vor gelassen werden.