Tarnung durch Umbenennung #2

Was haben wir gelacht, als damals der ePa in nPa umbenannt wurde, weil der Begriff “elektronischer Personalauweis” irgendwie verbrannt war.

Bei der Vorratsdatenspeicherung geht man jetzt wohl ähnliche Wege: Sie soll nun Mindestdatenspeicherung heißen.

Ich finde, durchaus ein besser treffender Begriff, weil es die wirklichen Intentionen dahinter nicht hinter Euphemismen — Vorrat hat ja durchaus etwas mit Vorsorge im positiven Sinne zu tun — versteckt. Es geht darum, sensible Daten über einen Mindestzeitraum hinweg zu speichern. Ohne Verdacht. Ohne Grund. Einfach so. Weil Internet — rechtsfreier Raum — ‘wisst schon.

Die Grunde für die Umbenennung sind übrigens sehr simpel: Man wird komisch angeschaut, wenn man für Vorratsdatenspeicherung ist.

(via netzpolitik.org)

Update: Bei neusprech.org gibt es auch einen sehr schönen Blick hinter das Wort Schutzlücke, dass ja gerne in diesem Zusammenhang zitiert wird.

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