LaTeX und die Tiefe der Nummerierung
Ab und an kommt man in die Verlegenheit, Texte mit größeren Strukturtiefen zu schreiben. Also man Gliederungspunkte wie 1.2.3.5 benötigt. Im Standard setzt LaTeX mit den KOMA-Klassen (und anderen) aber nur bei 3 Ebenen die Nummerierung und fügt auch nur diese in das Inhaltsverzeichnis ein. Auch möchte man manchmal nur eine Ebene in das Inhaltsverzeichnis eintragen.
Dies kann ‘korrigiert’ werden
\setcounter{secnumdepth}{$tiefe}
\setcounter{tocdepth}{$tiefe}
Der Wertebereich für $tiefe reicht dabei von -1 bis 5. und bedeutet im Grunde bei beiden Zählern das Gleiche:
| Wert | Bedeutung |
| -1 | keine Überschrift |
| 0 | Kapitelüberschriften |
| 1 | Kapitel- und Abschnittsüberschriften |
| 2 | Kapitel- bis Unterabschnittsüberschriften |
| 3 | Kapitel- bis Unterunterabschnittsüberschriften |
| 4 | Kapitel- bis Paragraphsüberschriften |
| 5 | alle Überschriften |
Aber Achtung ist geboten: In der Regel gibt es ein inhaltlich-strukturelles Problem, wenn man auf sehr tiefe Verschachtelungsebenen angewiesen ist. Bevor man also die Zähler hochsetzt, nochmal kurz nachdenken, ob das Dokument richtig strukturiert ist.
Eine schöne Zusammenfassung dazu habe ich auch unter Kochbuch für LaTeX bei der Uni Augsburg gefunden. Daher habe ich auch die Tabelle leicht abgewandelt übernommen.

