Archive for the ‘Freie Software’ Category
Mai 9th, 2012
Was dem Hersteller sein gutes Recht,
ist dem Verbraucher sein schlechtes Recht.
Danke für diese treffenden Worte, AKFoerster.
Nicht anders als ein schlechtes Recht für den Verbrauchen, kann man den Effekt beschreiben, der Auftritt, wenn Hardware- und Softwarehersteller von Ihrem Recht Gebrauch machen und den Kunden vorschreiben, was diese mit der gekauften (!) Hard- bzw. Software tun sollen, dürfen oder nicht dürfen.

Mai 4th, 2012
Bei golem.de habe ich gerade gesehen, dass Windows 8 im Standard keine DVD mehr abspielen werden kann. Dafür muss man das kostenpflichtige Media Center Paket zusätzlich kaufen.
Microsoft spart sich bei Windows 8 einen DVD-Decoder und damit Lizenzgebühren. Wer unter Windows 8 einen DVD-Film abspielen will, muss dazu die entsprechende Funktion nachkaufen.
Auch finde ich die Liste der normal unterstützen Standards für das Jahr 2012 recht dürftig:
Von Haus aus unterstützt Windows 8 die Videocodecs H.264, VC-1/WMV und MP4 Part 2 sowie die Audiocodecs DD+, AAC, WMA, MP3 und PCM.
Vor allem fehlt mir da WebM und die Ogg-Familie.
Zum Glück gibt es Projekte wie den VLC…. Und Danke an die deutsche Gesetzgebung, für die Regelungen und den Spaß rund um das Thema Umgehung eines Kopierschutzes.

März 28th, 2012
Heute wieder der Document Freedom Day, der Tag an dem es um freie und offenen Dokumentenformate geht — Sicher zu stellen, dass jeder auf die Informationen zugreifen kann und sich am Austausch der Informationen beteiligen kann, ohne an einen bestimmten Softwareanbieter oder ähnliches gebunden zu sein.
Oder um es mit den Worten von Stephen Fry zu sagen:
What makes no sense is that large companies in the field still do not understand this. It is time once and for all to end the pointless nonsense of one document sent on one platform being incomprehensible to the user of another.

März 22nd, 2012
Nachdem ich ein wenig enttäuscht von der Stellungnahme der Piraten war, habe ich bei golem.de etwas positives gefunden:
In einem Jahr will Island eine Migrationsplattform entwickeln, die es der öffentlichen Verwaltung ermöglicht, auf freie und Open-Source-Software umzusteigen. Erfahrungen sollen die Ministerien beisteuern, die bereits mit freier Software arbeiten.
Weiter so!

März 22nd, 2012
Pünktlich zu Wahlen, wie es sich für eine Lobbyorganisation gehört, führt die FSFE regelmäßig Umfragen bei den Parteien durch, wie sie zu Themen rund um freie Software stehen — So auch für die Landtagswahlen im Saarland am kommenden Wochenende. Ein paar sehr interessante Statements kann man dort lesen…. Leider an der ein oder anderen Stelle auch Interessant in der Form, wie es Biolek doch in alfredissimo gerne verwendete….
Besonders befremdlich fand ich dabei die Antworten, die von den Piraten kamen:
So wurde gefragt: Planen Sie, gezielt kleine und mittelständische Freie-Software-Unternehmen zu fördern; und wenn ja, wie?
Die Antwort der Piraten, wir erinnern uns, die sich eine Reform des Urheberrechts und die freie Software auf die Fahnen geschrieben haben, lautet
Aktiv sehen wir in der Privatwirtschaft nicht den primären Handlungsbedarf, in die geschäftlichen Praktiken von Unternehmen Einfluss zu nehmen. Unternehmen müssen in gesunder Konkurrenz zueinander stehen. Die Geschäftsmodelle gibt es und durch Innovation können diese auch mit anderen Software- Unternehmen konkurrieren. Eine politische Einflussnahme hätte Subventionscharakter. Wenn „freie Software“ konkurrenzfähig angeboten wird, hat sie ja bereits den finanziellen Vorteil gegenüber kommerzieller Software. Hier wird mit dem Geschäftsmodell und der Dienstleistung Geld verdient. Eine politische Einmischung an dieser Stelle könnte fatale Folgen haben.
Aber richtig Wallung bekam ich in der Magengegend bei der Frage, die doch recht stark und offensichtlich in Richtung Schul- und Universitätsbildung abzielt:
4.b. Plant ihre Partei herstellerunabhängige Grundlagenschulung statt Produktschulung fördern?
[...]
Die Piraten: Die Idee klingt gut, sollte aber nicht von einer politischen Partei gesteuert werden. Hier sind eher wieder die Unternehmen gefragt, die kreativ ihr Geschäftsmodell umsetzen möchten. Die Piratenpartei Saarland würde solche Innovationen unterstützen. Es geht hier mehr um Überzeugungsarbeit aus Richtung der Politik, die Entscheidung darüber müssen die Verantwortlichen dann selbst treffen.
Das ist doch nicht Euer Ernst?
Update: Einen schönen Kommentar gibt es von Matthias Kirschner hier.

Dezember 17th, 2011
Ab und an kommt man in die Verlegenheit, eine ständige SSH-Verbindung aufrecht zu erhalten — z.B. weil man einen Tunnel über SSH realisiert hat und die Verbindung gerne offen halten würde. Eine Möglichkeit dafür ist autossh.
Es ist in C geschrieben, steht unter einen freien Softwarelizenz und lässt sich recht einfach bedienen. Besonders praktisch ist, dass es automatisch prüfen kann, ob über einen Kanal noch Daten geschickt werden und/oder auf evtl. Rückgabewerte des darunter liegenden SSH reagieren. Lohnenswert für den Werkzeugkasten im Auge zu behalten.

November 18th, 2011
Ab und an kommt man in die Verlegenheit, Texte mit größeren Strukturtiefen zu schreiben. Also man Gliederungspunkte wie 1.2.3.5 benötigt. Im Standard setzt LaTeX mit den KOMA-Klassen (und anderen) aber nur bei 3 Ebenen die Nummerierung und fügt auch nur diese in das Inhaltsverzeichnis ein. Auch möchte man manchmal nur eine Ebene in das Inhaltsverzeichnis eintragen.
Dies kann ‘korrigiert’ werden
\setcounter{secnumdepth}{$tiefe}
\setcounter{tocdepth}{$tiefe}
Der Wertebereich für $tiefe reicht dabei von -1 bis 5. und bedeutet im Grunde bei beiden Zählern das Gleiche:
| Wert |
Bedeutung |
| -1 |
keine Überschrift |
| 0 |
Kapitelüberschriften |
| 1 |
Kapitel- und Abschnittsüberschriften |
| 2 |
Kapitel- bis Unterabschnittsüberschriften |
| 3 |
Kapitel- bis Unterunterabschnittsüberschriften |
| 4 |
Kapitel- bis Paragraphsüberschriften |
| 5 |
alle Überschriften |
Aber Achtung ist geboten: In der Regel gibt es ein inhaltlich-strukturelles Problem, wenn man auf sehr tiefe Verschachtelungsebenen angewiesen ist. Bevor man also die Zähler hochsetzt, nochmal kurz nachdenken, ob das Dokument richtig strukturiert ist.
Eine schöne Zusammenfassung dazu habe ich auch unter Kochbuch für LaTeX bei der Uni Augsburg gefunden. Daher habe ich auch die Tabelle leicht abgewandelt übernommen.

Oktober 10th, 2011
Vor rund 6 Jahren wurde der Quellcode von Geany von cvs auf svn migriert und seit dem bei Sourceforge gehostet. Seit diesem Sonntag ist diese Ära nun vorbei, da die Quellen nun in einem git-Repository (oder genauer gesagt ja eigentlich in vielen …) verwaltet wird. Das soll die Entwicklung ein wenig dynamisieren und die Verwaltung von Patches vereinfachen. Wir werden sehen ;)
Die quellen befinden sich nun auf github und können von dort weiterhin von jedem unter den Bedingungen der GPLv2+ heruntergeladen und verwendet werden.

August 4th, 2011
Seit gestern Abend scheinen Pidgin-User eine Zertifikatswarnung beim Versuch sich bei ICQ einzuloggen zu bekommen.

Ein Blick auf die Details des Zertifikates lässt darauf schließen, dass sie (oder Sie?) das Zertifikat gewechselt haben.

Trotz des SHA1, kann ich nicht sagen, ob das richtige Zertifikat vorgelegt wurde und so verzichtet man besser auf einen Login. Und weil man gerade dabei ist, kann man auch gleich komplett auf XMPP/Jabber umstellen. Ab und an habe ich es ja bereits hier schon einmal erwähnt.
Update: Die Probleme scheinen behoben zu sein. Auf den Seiten vonpidgingibt es so etwas wie eine Erklärung.

Juli 27th, 2011
Na gut, es geht nicht ganz um Jugendarbeit, was da der C4, Chaos Computer Club Cologne, da macht, aber dennoch ein gutes Beispiel:
Er nimmt in seiner Aktion U23, interessierte, junge Menschen an die Hand und begleitet sie in und durch die Welt der Technik. Die Veranstaltungsreihe hat bereits eine gewisse Tradition und findet dieses Jahr im Bereich von Webanwendungs- und Serversicherheit statt.
Mehr Informationen gibt es auf den Seiten des C4
