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Datensammelwut ausgelagert

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Bei Chip.de habe ich gerade gesehen, wie das Problem der, sagen wir mal, zu viel im Vorrat gesammelten Daten aus den Google Streetview Autos gelöst werden soll. Geht man vom vernünftigen Menschenverstand aus, würde man die Festplatten mit den Daten schnellstmöglich sicher löschen — Im Idealfall natürlich wäre dies schon längst geschehen. Hier soll aber ein anderer Weg, fast schon revolutionärer Weg gegangen werden:

Die laut Google versehentlich gesammelten privaten Informationen aus WLAN-Netzwerken sollen an die europäischen Datenschützer weitergegeben werden.

Wir schützen die Daten, in dem wir sie wild durch die Gegend kopieren und möglichst vielen Zugriff darauf gestatten M(

Auch wenn dies ab und an sehr gut ist (z.B. bei ‘geheimen’ Abkommen zwischen Staat — also dem Volk — und privaten Unternehmen die über Wikileaks zugänglich gemacht werden), ist es hier wohl nicht zwingend der optimale Ansatz. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass irgendwas hier verkehrt läuft: Nicht nur Frau Aigner basht gegen facebook und Google Streetview gegenüber der Presse, aber im Hintergrund bedient sich der Staat bei unrechtmäßig erworbenen Daten. Das erinnert mich an eine gewisse Steuersünder-CD vom Beginn des Jahres und sorgt für das ein oder andere Fragezeichen in meinen Augen und dem Geruch von Doppelmoral in der Nase, denn im Grunde ist es nichts anderes als das Outsourcen der Datenkrakerei bei womöglicher Auflockerung des Verwertungsverbotes von unrechtmäßig erworbenen Indizien.

Natürlich hat fefe auch eine Meinung dazu ….

Update: Vielleicht noch ein Kommentar zu der ganzen WLAN-Geschichte an sich: Wer ein WLAN betreibt muss sich immer bewusst sein, dass er damit sich auf den Marktplatz stellt und mit einem Megaphone Sachen ausruft und dabei jeden Satz mit (s)einem Namen beginnt.

Wenn es ein verschlüsseltes WLAN ist, dann ist es nichts anderes, als wenn man durch das Megaphone ‘verschlüsselt’, also zum Beispiel in einen altgriechischen Dialekt spricht und hofft, dass nur derjenige es versteht, der es verstehen soll. Dabei bleibt die Sache aber eines: Kommunikation in einem öffentlichen Raum bei der jeder mithören kann, der in einem Cafe sitzt oder durch Zufall vorbei kommt — Vielleicht nicht unbedingt anständig, aber nicht verboten.


Ein Sieg für den Datenschutz

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Für den ein oder anderen ist der Service von Google, über den man sich komplette Straßenzüge ansehen kann, eine Offenbarung. Für die anderen die Inkarnation des Antichristen. So hat es die Verbraucherschutzministerin sich nicht nehmen lassen, in den letzten Wochen gegen den amerikanischen Suchmachinenbetreiber schlecht Wetter zu machen. Ungeachtet der Tatsache, dass der Staat ähnlich interessiert an unseren Daten ist, wurde offen die Datensammelwut vorgeworfen und insgeheim ein Missbrauch der Sammelergebnisse angedichtet.

Nun hat sich aber offenbar das Verbraucherschutzministerium und Google auf einen Kompromiss geeinigt: Wer bedenken hat, sein Haus oder sich auf den Bilder zu sehen, kann bei Google Widerspruch einlegen. Gut, wie die Anonymität hier gesichert werden soll, bleibt zumindest mir noch ein Rätsel.

Oma und Opa wird es hier aber ähnlich gehen, wie der Bevölkerung eines Planeten in Sektor ZZ9 Plural Z Alpha, der leider gesprengt werde mussten für eine intergalaktische Expressroute. Auch diese hatten die Möglichkeit eines Opt-Out …. in einem Büro auf Alpha Centauri. Oder kurz zusammen gefasst:
Unter der Bedingung, dass man von dem Opt-Out überhaupt erfährt (bei Oma und Opa wird das schon schwer) und es einem möglich ist, Widerspruch einzulegen, gibt es genau zwei Möglichkeiten:
Entweder man gibt seine Daten an eine multinationale Aktiengesellschaft weiter, um dafür zu sorgen, dass sein Haus/Garten/Auto/? nicht öffentlich einsehbar ist oder potentiell jeder kann sehen, dass die Gardinen nicht gewaschen waren, als das Auto durch die Straßen gezogen ist.

Für mich klingt das alles mehr wie ein Bärendienst für den Datenschutz, nach Aktionismus sowie einer großen Nebelkerze. Was wäre an z.B. einem Opt-In als Kompromiss oder sich komplett heraus halten so falsch gewesen?

Update: Ganz vergessen noch zu erwähnen. Ohne die Details wirklich zu kennen, entsprecht der Kompromiss ungefähr der aktuellen Rechtslage. *Doppel Daumen hoch*


17.09 – OptOutDay

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Ich bediene mich einfach dem Text von der Aktionshomepage:

Wusstet Ihr, daß die für Euch zuständige Meldebehörde Eure Daten weitergeben darf? Zum Beispiel an Adressbuchverlage, Parteien und Kirchen?

Wusstet Ihr auch, daß Ihr dagegen Widerspruch einlegen könnt?

Wusstet Ihr nicht?

Dann wird es Zeit für den
OptOutDay

Aus diesem Grund gibt es am Donnerstag, den 17.09.2009 den OptOutDay, um in die Bürgerämter zu gehen und dort die OptOutDay-Erklärung abzugeben und so die Weitergabe an GEZ, Parteien etc. zu untersagen. Mehr Informationen gibt es unter http://www.optoutday.de/.