Das Thema heute in den Nachrichten: Die Facebook-Aktion wird mit einem Ausgabekurs von 38$ ausgegeben, bringt ca. 18.400.000.000$ in die Kassen des Unternehmen und definiert dadurch einen Börsenwert von rund 100.000.000.000$ – Recht imposant. Wenig Beachtung findet bei den Superlativen — 900.000.000 Nutzer, “erfolgreichsten Börsengang eines Internetunternehmens” — aber der gesundheitliche Faktor der Spätfolgen: Immerhin werden Mark Zuckerberg, die Kapitalgeber und noch ein paar andere ein enormes Schlafdefizit, Probleme mit der Bachmuskulatur und Händen haben; Werden sie doch vor lauter Lachen und Händereiben nicht in den Schlaf kommen können. Auf Wochen hinaus.
Posts Tagged ‘Facebook’
Themen, die auf den ersten Blick, nur recht wenig gemein haben. Doch JW hat mich heute auf einen Artikel im SpOn aufmerksam gemacht, der genau eine solche Verbindung ausfindig macht.
Die Geschichte dreht sich um einen Tunnel in Schwäbisch Gmünd für den ein Namen gesucht wurde (und offiziell zumindest noch gesucht wird). Um die Bürger mit einzubeziehen, wurde eine Art Umfrage gestartet, bei der unter anderem Bud Spencer vorgeschlagen wurde.
Nun hat sich, wie zu erwarten war, wohl eine Facebookgruppe gegründet, die genau diesen Vorschlag pushen möchte. Warum nicht. Schließlich herrscht in Deutschland Koalitionsfreiheit und persönlich hätte ich nichts gegen einen Tunnel solchen Namens. Aber jetzt kommt es, dass das Verständnis vieler Politiker in Deutschland zum Thema Bürgerbeteiligung durchaus gut wiedergibt:
Stadtsprecher Herrmann sagt, die Verantwortlichen in Schwäbisch Gmünd seien nicht unglücklich über die rege Beteiligung. Doch alle, die sich nun wirklich Hoffnung auf einen “Bud Spencer Tunnel” in Baden-Württemberg machen, dürften enttäuscht werden. “Es war immer klar, dass die Abstimmung nur ein Meinungsbild liefern soll”, sagt Herrmann. “Der Name sollte nicht per Online-Wahl gefunden werden.” Es sei darum gegangen, die Menschen mitzunehmen, aber der Vorschlag mit den meisten Stimmen sei nicht automatisch der Sieger.
Verdacht der Hinterzimmerdemoraktie, so dass sich die Bürger zumindest so fühlen, etwas mitbestimmen zu können? Keineswegs!
Laut der “Remszeitung” zählten bisher so wohlklingende Namen wie “Salvatortunnel”, “Lindenfirsttunnel” oder “Einhorntunnel” zu den Favoriten.
Klingen eh viel besser die Namen. Bin einmal gespannt.
Update: Mitmachen kann man übrigens hier.
Update II: Es wurde entschieden: Der Tunnel wird einen Namen mit einem lokalen Bezug bekommen und nicht nach Bud Spencer benannt werden.
Aber, und das passt fast sogar besser, dass Schwimmbad wird nach ihm wohl benannt. Als alter Schwimmer vielleicht sogar die bessere Entscheidung. Auch wenn natürlich der fade Geschmack der Pseudobürgerbeteiligung bleibt. (via Schwäbische Post)
…hinterlasst Ihr doch auch Eure Daten!”
So etwas hört man öfters, wenn man mit Menschen über Datenschutz im Zusammenhang mit zum Beispiel der Volkszählung dem Zensus spricht.
Beim AK Zensus wurde ein Blogartikel veröffentlicht, der einmal ein wenig mit dieser Unsinnsargumentation aufräumt, vergessen die meisten doch, die diese Keule nutzen, kleine Punkte wie
- … dass nur ein (kleiner) Teil der Bevölkerung überhaupt Netzwerke wie Facebook nutzt
- … dass die Angaben dort freiweillig sind
Z.B. beim Zensus oder der Vorratsdatenspeicherung (Quickfreeze oder wie auch immer das jetzt oder zukünftig genannt wird) wird jeder ungefragt und unfreiwillig überwacht bzw. datenvollerfasst.
Ich habe ja keinen Facebookaccount, da der Grenznutzen nach Betrachtung der Für und Wider zu gering ist. Zugegeben, ich habe es mir einmal von ‘Innen’ angesehen, konnte aber nie wirklich etwas daran abgewinnen. Wie auch immer, in den letzten Tagen wurde groß angekündigt, dass Facebook jetzt HTTPS kann, da es in der Vergangenheit minimale Probleme und Verwirrung um bzw. mit geklauten Sessions etc. gab. Unabhängig davon ist SSL natürlich eine sinnvolle Sache.
Soweit so gut, würde es denn funktionieren…. So berichtet heise.de über Probleme mit der Facebookinterpretation und auch bei netzpolitik.org gibt es etwas darüber. Besonders gefallen hat mir dieser Auszug von Netzpolitik:
Unglaublich, welchen Schrott sich da Facebook mal wieder leistet.
Willkommen im Jahr 2000 Facebook. SSL ist schon Raketentechnik ;)
Da ich mich die ganze Woche nur hätte aufregen können, über was so in der großen weiten Welt und in der kleinen Provinz passiert, hier nur ein paar Links für den Freitag, um mir den Herzinfakt zu ersparen.
- Linuxdistribution für Russland: Bei heise.de gibt es einen Artikel über eine eigene russische Distribution, bezahlt vom Staat für die Verwaltung. Klingt sehr interessant, wenn auch nicht ganz neu in Russland. Aber auch schon bekannt in Europa, wo so etwas z.B. in Spanien auch gemacht wird mit den Schulen. Die Idee ist dennoch sehr gut.
- Realitätsdisonanz: Kann man im Bewerberblog sehen. Ich hoffe einfach mal, dass es ein übertriebenes Beispiel ist.
- CC für Blogger: Bei Netzpolitik gibt es einen Podcast über Creative Commons. Habs noch nicht gehört, aber könnte ganz gut sein :D
Bei gulli.com gibt es einen Artikel über die gerichtliche Verpflichtung an Facebook, gelöschte Daten heraus zu geben. Viel Spaß
Mich würde ja interessieren, ob Sie auch ein deleted=Y in der Datenbank haben ….


