Die Idee, eine neue Mail als neuen Eintrag in einer Akte zu sehen und einfach über die alten Einträge zu heften, aka TOFU ist naheliegend, aber bei digitaler Kommunikation nicht zwingend sinnvoll. Immerhin erzeugt dies riesige Mails mit sinnlosen Inhalten und bei Änderungen der Empfänger auch ein potentielles Sicherheitsrisiko. Immerhin bekommt jeder dann die komplette ‘Akte’.
Aber woher sollen es die Menschen ja kennen, wenn das Officeprodukt nur einen minderwertigen Mailclient zur Verfügung stellt und alle sich von Consultants in businesskasperblauen Hemden erklären lassen, wie schön die Welt doch ist.
Aber immerhin. Gerade habe ich eine Mail als Antwort auf eine längliche Anfrage bekommen, in der die Grenzen von TOFU einfach sichtbar geworden sind. Eine Referenz über zum Beispiel “Zu x.y” ging nicht mehr, weil in der zu beantwortente Mail keine Nummerierungen standen. konnte auch nicht genutzt werden, da sich die komplette Mail um Feinheiten eines speziellen Themas drehte.
Das ist ja aber kein Problem. Immerhin bietet Ausblick einen großen, bunten Farbkasten an Gestaltungsmöglichkeiten, von denen auch ordentlich Gebrauch gemacht wurde. Hier und da ein Pfeil, dort etwas in Rot zwischen die Zeilen geschrieben. Hier und da eine fette Markierung und ich bin mir nicht sicher, ob ich noch etwas übersehen habe. Schön bunt auf jeden Fall – Die Anfallroboter sind Kindergeburstag dagegen.
Dabei wäre es so einfach: Es gibt aus den Zeiten vor den HTML-Mails eine Nettikette, wie man richtig zitiert oder auf Mails / Usenetpostings antwortet. -> http://learn.to/quote
Heute war es einmal wieder soweit: Ich musste die Footersignatur meiner geschäftlichen Emails ändern, weil sich wieder einmal eine Kleinigkeit geändert hat.
Nun stehen neben meinem Namen und Email, einer Reihe von Telefonnummern/Faxnummern, der Adresse des Büros, den verpflichtenden (wieso auch immer) Handelsregisterangaben auch noch eine Reihe von Links zu Facebook & Co in jeder meiner Mails. Aufsummiert ergibt das aktuell stattliche 14 Zeilen Signatur und ich habe da noch nicht den üblichen Zusatz dazu gerechnet, der von Exchange gerne noch hinzugefügt wird. Auch wenn es natürlich gegen jede Netiquette verstößt, kann man dies entschuldigen, da im geschäftlichen Umfeld nicht nur Nerds und Geeks unterwegs sind und genau diese Informationen gerne in einem Emailfooter gesehen wird — sagte man mir auf jeden Fall.
Glücklicherweise gab es eine Vorlage, wie der neue Footer aussehen soll. Also schnell kopiert und in das passenden Feld bei Microsoft Ausblick eingetragen. Dann hat der Spaß aber begonnen: In der Vorlage war ein Teil des Textes gelb hinterlegt, um auf Veränderungen hin zu weisen. Leider unterstützt der Dialog meines Outlook an dieser Stelle die Änderung der Hintergrundfarbe nicht. Auch war ein Link für die Emailadresse hinterlegt, der natürlich auf den Vorlagenschreiber verwies. Auch hier zeigte es sich als kleine Herausforderung, im Signaturendialog das Linkziel zu ändern. Man möchte ja schließlich, dass mit einem Klick auch eine Mail an den richtigen Empfänger (in dem Fall: mich) geht. Die Lösung bestand schlussendlich darin, den Schnipsel in $Textverarbeitung zu öffnen und die Sachen dort zu ändern. Nun ja, dafür ist sie jetzt wieder aktuell und weiter schön bunt ….
Update: vi ~/.signature und fertig funktioniert ja leider nicht
Heute habe ich einmal wieder etwas abgefahrenes aus der Welt von Outlook & Co gesehen: Inhalte von Emails per passwortgeschütztes PDF versenden. Glaubt Ihr nicht, doch, doch. Ich kopiere einfach mal die Demo von Youtube rein:
Viellicht sollte einfach mal jemand Microsoft den Tipp geben, dass S/MIME bzw PGP/MIME in einer funktionierendes Art einzubauen eine coooooole Idee wäre… wobei, dann hätte ich gerade nicht so köstlich gelacht (:
Ich freue mich, dass immer mehr Nutzer im Netz ihre Mails digital signieren oder sogar verschlüsseln. Dazu hat wohl nicht zuletzt die steigende Verbreitung von Mozillas Thunderbrid mit der Erweiterung Enigmail beigetragen, durch die es selbst für den normalen Nutzer es kinderleicht geworden ist, dies zu tun.
Leider hat dieses Plugin aber eine aus meiner Sicht eine unangenehme Eigenart in den Standardkonfigurationen: Es signiert bzw. verschlüsselt Mails inline. D.h. es fügt vor und nach dem zu signierenden Textblock einfach die entsprechenden Informationen ein oder verschlüsselt den Inhalt und fügt diesen als normalen Text in die Mail ein. Dies hat nicht nur interessante Folgen, wenn man zum Beispiel eine Mail mit Anhang verschlüsseln und signieren möchte, sondern führt leider auch dazu, dass Nutzen der meisten anderen Mailprogramme nur mit Mehraufwand die Herkunft verifizieren oder den Inhalt entschlüsseln können, da viele der anderen Tools die Signierung bzw. Verschlüsselung per S/MIME bevorzugen und die Inlinevariante entsprechend schlecht unterstützen. [Update] Auch werden ab und an Probleme im Zusammenspiel mit einigen Mailinglisten berichtet, in denen der inline signierte Textblock durch die verwendete Software geändert wird. Von per S/MIME bzw. PGP/MIME signierten Mails habe ich solche Berichte noch nicht aktiv mit bekommen.[/Update]
Allerdings hat das Verhalten auch den Vorteil, dass einige Nutzer mit kaputten Programmen, wie es zum Beispiel in einigen Version des Programms “Ausblick” aus dem Hause Microsoft eines war, nicht nur leere Mails sehen mit einem komischen Anhang. Also ein definitiv zweischneidiges Schwert.
Abhilfe ist aber schnell getan: Nach Aktivierung des Plugins kann man innerhalb der Kontoeigenschaften die entsprechende Option auf S/MIME umstellen. Ob es sich lohnt, Enigmail dies per Default bei zu bringen, kann ich allerdings nicht sagen. Ich bin kein Nutzer (mehr), dieses Plugins …. Und auch für Outlook gibt es Abhilfe im Form eines Plugins.